3. Planungsbegleitforum

Online-Veranstaltung am 13.02.2022

In dieser Veranstaltung wurde berichtet, welche Untersuchungen im Planungsgebiet vorgesehen sind bzw. bereits laufen. Die lange Liste aufwändiger Untersuchungen kann hier nicht wiedergegeben werden. Sobald der Bericht über das Treffen veröffentlicht wird, verlinken wir hier darauf.

 

Für den Naturschutz steht die Artenkartierung im Vordergrund. Hier soll ein erster Bericht Ende 2022 vorgelegt werden. Es wurden folgende Artengruppen als Kartierungsobjekte genannt:

Avifauna ( = Vogelwelt)

Fledermäuse

Reptilien

Amphibien

Schmetterlinge

Xylobionte Käfer (= im Holz lebende Käfer)

Außerdem werden die Biotoptypen erfasst, anhand derer sich auch das Potenzial des Lebensraums abschätzen lässt. Mit den Untersuchungen ist das Büro "Björnsen Beratende Ingenieure GmbH", das auch beim Bau der Karbonisierungsanlage des EAD zur Herstellung von Pflanzenkohle mitwirkt.

In welcher Form die Naturschutzverbände in die Untersuchungen einbezogen werden, ist noch zu klären.

 

Bereits Mitte 2022 soll die Untersuchung über die Möglichkeit der Anbindung von Wixhausen und GSI an das Straßenbahnnetz vorliegen. Auch diese Infrastrukturmaßnahme zur Stärkung des ÖPNV erfordert die Umwandlung landwirtschaftlicher Flächen.

 

Mit dem Einbringen von Vorschlägen zur Gestaltung des zukünftigen Gewerbegebiets wurde versucht, die Teilnehmenden in die Planung weiter einzubinden. Aus der Perspektive des Naturschutzes klang dieses Ansinnen absurd, weil die Zerstörung der vorhandenen Lebensräume möglichst verhindert werden soll. Angeblich soll erst anhand eines Entwurfs des Gewerbegebiets beurteilt werden können, ob die Untersuchungen Schwierigkeiten oder Hinderungsgründe aufzeigen. Für den Schutz des landwirtschaftlichen Lebensraums mit seiner Vogelvielfalt gilt die jedenfalls nicht. Die immer wieder betonte Forderung, das Gewerbegebiet ökologisch aufzuwerten, wirkte gerade so, als hätten die Flächen im jetzigen Zustand keinen besonderen Wert. Völlig verdrängt wurde, dass mit diesem Anspruch weitere Flächen aus der jetzigen Nutzung entnommen werden müssten, um Grünflächen im Gewerbegebiet ausbreiten zu können. Ob den Teilnehmenden bewusst war, dass dafür eine gefährdete Vogelwelt weiter beschnitten werden müsste, war nicht zu erfahren. Was nicht geschehen sollte, war ja nicht Gegenstand der Diskussion. Aus NABU-Sicht konnten daher keine Anforderungen zum Schutz der vorhandenen Natur eingebracht werden. Es ging demnach bei der Diskussion um eine Spielwiese für Befürworter des Gewerbegebiets.