Vogelstimmenwanderung rund um die Grube Prinz von Hessen

Ei was schwimmt denn da? Um 7 Uhr in der Frühe waren es noch keine humanoiden Nackedeis, sondern über 25 Graugänse, die genau wie wir die Morgenstimmung am See genossen.

 

Erstmals boten wir diesen Rundgang um die ehemalige Braunkohlengrube an. Mit 13 Teilnehmern hatten wir eine perfekte Gruppengröße. See, Wald, Lichtung, landwirtschaftliche Fläche und Gebäude waren Naturräume mit den unterschiedlichsten Vogelarten, typisch für den jeweiligen Landschaftstyp. Besonders gefreut hat uns der Ruf des Kuckucks, mittlerweile in unserer Region selten geworden. Auch war die hohe Dichte an Waldlaubsängern eine tolle Erfahrung, da sie ebenfalls zu den eher seltenen Vogelarten in Hessen gehört. Auf dem fast 3stündigen Rundweg haben wir 46 Vogelarten beobachten dürfen, darunter bettelnde Buntspecht- Jungvögel, ein "lachender" Mittelspecht, der sich partout nicht zeigen wollte und ein krächzender Graureiher beim Frühstück am Seeufer. 

 

Und es hätten noch mehr Vogelarten sein können, da wir aufgrund der Uhrzeit noch keine Greifvögel wahrgenommen haben. Besonderes Augen- und Ohrenmerk verwendeten wir am Gehöft Einsiedel. Durch die Ställe, Dachvorsprünge, zT feuchten und schlammigen Ausläufe ideale Bedingungen für Rauchschwalbe, Mauersegler, Bachstelze und Haussperling. Toll, dass es so etwas in unserer hoch verdichteten Region noch gibt. Rechts und links vom See der Grube Prinz von Hessen finden sich vereinzelt noch Relikte der Bergbaugeschichte dieser Region, auf die wir ebenfalls eingingen. Mit viel zusätzlichem Wissen im Gepäck und ein paar Mikroliter Blut weniger durch "Stechmücken-Besuch" beendeten wir diese Erst-Tour.