Spezieller Einsatz im Naturdenkmal Strohhauerteich

Als das Umweltamt Darmstadt im Jahr 2020 anfragte, ob der NABU bei der Betreuung des Naturdenkmals mitwirken könnte, wusste niemand von uns, dass dieses Gebiet eine ganz andere Geschichte hinter sich hatte. Bei der ersten Entmüllungsaktion 2020 stießen wir auf bauliche Reste. Bei einer späteren Begehung mit einer Mitarbeiterin des Umweltamts wurde auch ein hölzerner Strommast entdeckt, dessen unnatürlichen Zubehör wir jetzt beseitigten.

Hans Günter Abt gewann Jakob Ohage als Helfer für die Beseitigung der Leitungsreste eines Strommastes. Dieser lag in etwa 6 m Höhe in die Astgabel eines Baums. Zunächst durchschnitten wir die herabhängenden fingerdicken Seile, die sich viele Meter weit durch die Büsche schlängelten, mit einem Bolzenschneider in handliche Stücke, um sie später abtransportieren zu können.

An eine Demontage auf der Leiter war nicht zu denken. Obwohl der Mast nicht eingewachsen war, nur auflag, gelang es nicht, ihn mit oben angebrachten Seilen vom Stamm wegzuziehen. Er bewegte sich überhaupt nicht. Durch das Absägen des Masts in Hüfthöhe mittels einer Handsäge schwang dieser durch sein Eigengewicht in Richtung des Stamms und stürzte ohne weitere Einwirkung zu Boden.

Die Spitze des Masts mit Traversen und Isolatoren ließ sich am Boden leicht absägen. Ein weiteres etwa 2,5 m langes Metallstück am benachbarten Baum stürzte mit dem Durchschneiden der Seile von selbst ab. Das kräftezehrende Ende war der Transport der schweren Metallteile durch das unwegsame Gelände zum Auto. Die Kompostierungsanlage des EAD erlaubte es, das gesamte Material der Stromleitung in einem Werkstoffcontainer kostenfrei abzulegen. Insgesamt dauerte die Aktion wegen der notwendigen Absprachen und der Sicherungsmaßnahmen vor Ort mehr als drei Stunden.