Arbeiten auf dem Obstgrundstück 2018

Ohne Pflege kommt eine Streuobstwiese nicht aus, auch wenn die Obsternte nicht das eigentliche Ziel ist. 2018 ist wieder einiges zu tun, um den Charakter einer Streuobstwiese zu bewahren, aber auch um mit den benachbarten Landwirten auszukommen. Dafür sind mehrere Arbeitseinsätze in unterschiedlicher Größenordnung erforderlich geworden.

Baumschnitt an Wiesenrändern

Im Frühjahr wird das benachbarte Blühfeld umgepflügt. Dabei stören die ausladenden Äste der Kirschbäume, die 5 Jahre Zeit hatten, sich auszubreiten. In zwei Etappen schneiden Ismail Suleiman und Hans Günter Abt die hinausragenden Zweige zurück.

Zeit des Wachstums

Das extreme Wetter mit spätem Frost bis März und viel Regen im Frühjahr, danach mit langer Trockenheit bis in den Herbst, lässt dennoch eine reichliche Apfelernte zu. Wegen fehlender Blüten bleibt die Honigernte etwas hinter den Erwartungen zurück. An Vögeln sind auf der Wiese vorrangig Kohl-, Blau- und Sumpfmeise zu sehen, aber auch die Goldammer. Nach der Brutzeit wird die Wiese wiederum von Island-Pferden des Messeler Reiterhofs beweidet.

Entfernung standortfremder Eichen

Der Vorstand hat die Entscheidung getroffen, die Grundstücke der NABU-Gruppe Darmstadt der NABU-Stiftung Hessisches Naturerbe zu übertragen, um die naturgerechte Pflege der Obst- und der Feuchtwiese langfristig zu sichern. Mit Vertretern der Stiftung  wird beschlossen, drei ungeplant wachsende Eichen am Grundstücksrand zu entfernen. Bei der Vorbereitung der Fällung wird unabsichtlich ein Nest von Eichenprozessionsspinnern zerstört, dessen Haare eine Woche heftigen Juckreiz nach sich ziehen. Ein weiteres Nest kann abgebrannt werden. Die Fällung und Beseitigung der Äste verläuft Anfang November bei schönem Sonnenwetter problemlos in einer kleinen Gruppe: Michael Gomersky, Gerhard Schweigert, Ulrike Borchard, Stefani Klein, Isfried Petzenhauser und Hans Günter Abt.

Räumung der Wiese und mehr

Ziel der Pflege ist auch, die Obstwiese weiter abzumagern, um das Gras zugunsten blühender Pflanzen zurückzudrängen. Außerdem sollen wilde Triebe beseitigt werden, die aus den Wurzeln und alten Baumstümpfen austreiben. Dazu findet im November ein weiterer Arbeitseinsatz mit mehr Unterstützern statt. Die Wiese wird gemäht, um auch niedergetretenes Gras abzuschneiden. Das Gras wird gesammelt am Grundstücksende zu Komposthaufen aufgeschichtet, die auch einen besonderen Lebensraum, z.B. für Schlangenbrut und Überwinterung bilden können. Die Obstbäume werden beschnitten, die Reste der Eiche in handliche Stücke gesägt und alle Zweige für die Benjeshecke verwendet. Außerdem wird die Wiege für Rosen- und Nashornkäfer mit einem neuen Holzrahmen umgeben. Damit ist der größte Teil der Pflege erfolgreich abgeschlossen. Für die Verpflegung während des mehrstündigen Einsatzes sorgt Friededore Abt-Voigt.

Nistkasten-Durchsicht und -Säuberung

Hornissen und Wespen in einem Nistkasten
Hornissen und Wespen in einem Nistkasten

Als letzte Aufgabe bleibt die Säuberung der Nistkästen. Hieran beteiligen sich neben Friededore Abt-Voigt noch Eva Luther und Louis Sollinger. Die Durchsicht ergibt, dass vor allem Meisen und Feldsperlinge die angebotenen Unterkünfte genutzt haben. In einem Kasten gibt es eine besondere Entdeckung. Hier haben sich Wespen und Hornissen ihre Nester gebaut. Für die Wespen mag sich dies als fatal erwiesen haben. Denn sie werden von Hornissen gejagt. Jetzt, Ende November, sind von beiden jedoch nur noch die kunstvollen Nester zu sehen.

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Bundesweite Mitmach-Aktion des NABU

16. Januar 2019

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Vortrag von Friededore Abt-Voigt und Hans Günter Abt

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23. Februar 2019

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© Jennie Bödeker
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