Vögel in Not?

Die Natur verstehen und nicht voreilig handeln !

Blaumeise, noch nicht flügge
Blaumeise, noch nicht flügge

In den Frühjahrs- und Sommermonaten gehen viele Anrufe auf dem NABU-Telefon ein, die mit Jungvögeln zu tun haben. Ein häufiger Tenor: "Da sitzt ein Vögelchen, das noch nicht fliegen kann, und piepst ganz laut. Was soll ich mit ihm machen?"

 

Nicht jedes Verhalten junger Vögel, das unsere Hilfebereitschaft weckt, signalisiert eine Notsituation. Viele Vögel verlassen ihr Nest, bevor sie flügge sind. Natürlich rufen sie dann lautstark nach ihren Eltern, die sie noch weiter füttern müssen. Also ist es richtig, die Situation insgesamt zu betrachten. Wenn keine akute Gefahr besteht, dass dem Vogeljungen etwas geschieht, so heißt es abwarten und beobachten. Meist sitzen die Alten mit Futter im Schnabel in der Umgebung und warten, bis die Gefahr aus ihrer Sicht vorüber ist, nämlich die Menschen in der Nähe ihres Jungen.

 

In der Nachbarschaft von Katzen oder gar Autos - wie die Blaumeise auf der Dorfstraße - wird es kritisch. Da bedeutet Hilfe, die Bedrohung aus der Welt zu schaffen, die Katze einzusperren oder wegzujagen, das Vogelküken von der Straße zu nehmen und vor oder in die Hecke zu setzen. Es ist übrigens ein Gerücht, dass von Menschen berührte Jungvögel von ihren Eltern nicht mehr gefüttert würden. Schlimm wird es nur, wenn es vom Fundort entfernt wird und die Eltern die Suche und die Fütterung deshalb aufgeben.

Echte Notfälle und angemessene Hilfe

Entkräftet aufgefundene Waldohreule
Entkräftet aufgefundene Waldohreule

Es gibt viele Gründe, warum ein Vogel Hilfe braucht. Da fängt mit Verletzungen an und hört in harten Wintern bei fehlender Nahrung auf.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Jennie Bödeker gibt Tipps, was beim Verdacht auf wirkliche Not getan werden kann. Sie bietet dazu zwei Informationsblätter an, die Sie hier herunterladen können:

Einschätzung und Erste Hilfe
Vögel in Not 1.pdf
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Erstversorgung mit Notfutter
Vögel in Not 2.pdf
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© Jennie Bödeker
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