Steinbrücker Teich im Jahr 2017

Gedränge vieler Fischer zum Jahresende

Die Wasserabsenkung sprach sich offenbar bei den Fischjägern herum, bei Reihern und Kormoranen. So nahm deren Anwesenheit am Teich rasch zu. Mal waren die Silberreiher in der Mehrheit, mal die Graureiher. Bei Störungen zogen sie sich auf die Insel oder auch in den südlichen Waldstreifen am Mühlbach (Einfluss in den Steinbrücker Teich) und nördlich an den Ruthsenbach bis hin zum Backhausteich zurück.

 

Zeit der Farbenvielfalt - Herbst am Teich

 

Die letzten Libellen fliegen am Teich. Die Singvögel sind eifrig auf Nahrungssuche. Für Gesang verschwenden nur wenige Arten ihre Zeit, besonders das Rotkehlchen ist im Herbst häufig zu hören.

 

Das Licht im Herbst ist sanfter und erhält durch die Laubfärbung eine noch angenehmere Wirkung auf uns Menschen. Mit der Ruhe am Teich ziehen viele Wasservögel ab, die sich auf das Futter der Besucher verlassen hatten.

2017 wurde der Wasserspiegel um etwa einen Meter abgesenkt, wodurch im Bereich des Zulaufs Gelände trocken fiel.

Sommer am Teich

 

Die Insektenwelt vervielfacht sich weiter. Der Uferrand und das kleine Ersatzgewässer unterhalb des Steinbrückerteichs sind die besten Beobachtungsgebiete. Manche Beobachtung wie die der großen Larve sind überraschend.

Manchmal lohnt auch ein Blick nach oben in das Grün der Laubbäume, wo sich mancher unentdeckt glaubt.

 

Die zahlenmäßige Zunahme der Vögel am Teich ist unübersehbar. Wegen der Spaziergänger und Bootsfahrer herrscht morgens und abends sowie bei regnerischem Wetter etwas mehr Gelassenheit.

Erster Nachwuchs

Bald sind die ersten Küken zu sehen. Auf die Nilgans folgt die Graugans. Die Dichte der Gänse ist jedoch nur möglich, weil zu viele Besucher/innen füttern, zumeist mit Brot. Über die Folgen für das Zusammenleben der Tiere (mehr Aggressivität) und die Wasserqualität (Sauerstoffverlust) wollen viele nichts wissen.

Ab Mai tauchen auch zunehmend Libellen und Falter am Teich auf.

Frühjahr am Teich und in seiner Umgebung

Auf der Insel richten wiederum die Graureiher ihr Nest ein. Es ist hinter der Zypresse vor Blicken weitgehend geschützt.

Auch die Singvögel stellen sich in der Umgebung des Teichs ein. Die Wassernähe garantiert ihnen zusammen mit den Wiesen ausreichend Insektenfutter.

 

Im Frühjahr überschneiden sich die Entwicklungen. Manche Vogelart lässt sich mit dem Zug in ihr Sommerrevier noch Zeit. Andere nehmen das Brüten auf, mehr oder weniger erfolgreich. 2017 wurde bereits im März mit dem Einfangen der Nutrias begonnen. Drei Minuspunkten werden diesem Zuwanderer aus früherer Zucht (mit) angelastet:

  • die Zerstörung des schützenden Schilf- und Rohrgürtels am Einlauf zum Teich
  • die Unterhöhlung des Straßendamms
  • die erhebliche Dezimierung der Teichmuscheln.

Weil die Nutrias von vielen als reine Pflanzenfresser angesehen wurden, sah man in ihnen nur bedingt eine Gefährdung für die Gewässer. Die Teichmuscheln sind für die Wasserqualität jedoch wichtig. Deshalb sind die aufgefundenen Muschelschalen ein Hinweis auf eine erhebliche Gewässerschädigung durch die Nutrias.

 

 

Von Februar bis April ziehen sich die Aktivitäten zum Amphibienschutz am Steinbrücker Teich hin. Über den Einsatz und die Ergebnisse erfahren sie hier mehr:

Arbeitseinsatz Februar 2017

Amphibienzählung 2017

 

Mit zunehmender Erwärmung regt sich auch mehr Leben am Teich. Vor dem Nachwuchs steht der Revierstreit, der hier am Beispiel der Kanadagänse zu sehen ist.

Harter Winter im Januar 2017

Das vollständige Zufrieren des Sreinbrücker Teichs ist für manche Kinder und Erwachsene eine Freude, für die Tierwelt dort eine schwierige Zeit. Eis und Schnee verschönern das Ufer zeitweise, doch der Himmel liefert meist nur graues Licht.

 

 

Die Wasservögel haben auf Schnee und noch mehr auf Eis einen ungewohnten Untergrund. Sie nehmen lieber auf kleinen Resten offener Wasserfläche einen beengten Platz ein. Doch der steht ihnen mit anhaltender Kälte nicht mehr zur Verfügung. Der Eisvogel wird noch lange gesichtet, fliegt aber häufig zum Ruthsenbach hinüber. Die kleinen Singvögel sind in den blattlosen Hecken jetzt gut zu sehen.

 

Für die Nutrias sind diese Bedingungen noch gefährlicher. Umso lieber kommen sie zu fütternden Besuchern ans Ufer. Das ist die Basis für die Probleme im Laufe des Jahres.

DIE NÄCHSTEN TERMINE

Mehr dazu unter Aktuelles!

In den Monaten Juni und Juli finden keine öffentlichen Veranstaltungen und

Exkursionen statt.

 

15. August 2018

Die Vogelwelt des Reinheimer Teiches - Brutvögel, Wintergäste, Seltenheiten. Teil 2

Vortrag von Thomas Steiger

Star IST VOGEL DES JAHRES 2018

Naturschutzjugend

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